...in der das UnLICHTe zum allmächtigen Alltag wird, und der Mensch vergaß um des Garten Edens, dann nicht, weil wir den Schatten erleben sollen, nicht weil wir uns am Kreuze erleben wollen.
Wir befinden uns in einer Welt, in der jeder Mensch mit der scharfen Klinge des Bösen konfrontiert ist, mal mehr, mal weniger. Und Tage des LICHTes rar werden, und umso kostbarer. Manch ein Gelehrter schafft es, sich hinauszuwinden und sein Abstand darin zu finden. Sind doch alle nur auf der Suche nach ein Quäntchen Wahrheit.
Ist der Frieden so fern? Und die »Erleuchtung« gar unerreichbar? Sind wir nicht das LICHT, das uns bereits innewohnt?
Entartet und vom Leben kaum verschont, leben wir inmitten einer Dunkelheit, die sich ausgedehnt hat, und diesen Planet ins Ungleichgewicht gebracht hat, da das LICHT sich nicht als Kraft erkannte, so bescheiden und lieblich, so rücknahmefähig, sich-nicht-aufdrängen-wollens, und so sich das Dunkle hat zu eigen gemacht. Und so vergaßen wir mit den Jahren, den Generationen, dass wir einst waren im heiligen Garten. Brach liegt er nun da, das Tor zugewachsen mit Dornenranken der Vergessenheit.
Würden wir nur einen Moment die Augen öffnen, würde diese Wahrheit gar schwer auf der Brust uns erdrücken, denn das LICHT gesehen, den Frieden einflutend, der Schönste aller Momente ist, und ihn dann wieder abzugeben, da das unLICHTe es gar direkt verschlucken und regieren will, so liebt es die Kontrolle und die Allmacht. Nein, so war das nicht gedacht. Es war gedacht als Balancenspiel, des LICHT und unLICHTen Erkennens, gleich und ebenbürtig, Bruder und Schwester, ineinander wir uns selbst sehen und wachsen.
Und so wie es LICHTvolle Geschöpfe gibt, so gibt es hier auch die unLICHTen – in Form von Mensch-, Tier- und Pflanzengestalt. Die Krähe rufend, die Zecke beißend, die Mücken stechend – all dies Stören-Friede, die den Frieden stören, Schöpfung des UnLICHTen in Gott, sowie die Erle, der Baum der Dunkelheit. Ihnen gegenüber stehen die Delfine und die Weiden, Birken und Schmetterlinge, Geschöpfe des LICHTes. Alle im Einklang hier lebend- die Natur macht es vor, auf Erden gemeinsam lebend, sich auslebend, ohne einander zu bekämpfen, im Kreislauf des Lebens eingewebt, um sich selbst erkennend zu erleben.
Denn das LICHT, so ist es dessen nicht gewiss, ist meilenweit stärker, würde es doch nur ebenso in die Ausdehnung gehen.
Und so machen sich viele Geschöpfe auf den Weg der Asketen, die in den Vorgenerationen mutig voanschritten, dafür geschunden wurden gar mit dem Tode bestraft. So will man meinen, dass das LICHT sich inzwischen hier ganz gut macht, und beginnt, sich seiner selbst gewahr zu werden.
Und doch – die unsichtbare Welt hierin oft vergessen, voller Wesenheiten, die uns das Ausleben erschweren,
wenige LICHTbringer, aktivierendes Gewahrsein, auch sie oftmals nicht wissend, wer sie sind, da auch sie im unLICHTen einhüllend großgeworden.
Wie schwierig ist es zu erkennen, etwas, in dem wir alle leben, da es zur Normalität geworden, und so wohl sein muss, das Leben? Wie der Elefant an den Pflog gebunden. Sich zunächst wehrend, und als großes Tier seine Kraft vergessen, eingefangen bleibt.
Dass wir nicht dies zu sein vermögen, sondern ein Gleichgewicht, aus unLICHT und LICHT, das wir in uns bestimmen können, und im Umgang mit all den Begegnungen.
So sind die meisten hier, um Karma abzubauen, und nur wenige, die das LICHT bringen und die Fackel der Erinnerung tragen.
Ja weit zurück geht meine Wahl, hier her zu kommen und diesen Auftrag annehmend zu bejahen. Eine Insel. Schöner als jeder Erdenstrand, eine glitzerne Stadt, kleiner als ein Dorf, voller edelheiligem Anmut. Ich, der Wind, meine Form verändernd, liebkose mit meinem Gemahl, dem Wasser, kreisende Spiralen wir in den Himmel malen, ganz in Liebe aufgehen und unsere Formwandlereien kein Ende nehmen. Das Leben sucht sich hier aus, wie es entstehen will, mal als goldesen Ei, mal im Elternkleide geboren, mal LICHTenergie, mal als Körperwesen.
Denn wir alle sind uns hier gewahr, dass jedes Lebewesen beseelt ist, sonst wäre es nicht hier, und so kommunizieren wir über Telepatie auch mit den Pflanzen, denn auch sie haben dieses Leben gewählt, genau wie ich der Wind zu sein, Formwandlerin, die auch mal eine Art humanuiden Körpers anzunehmen vermag, wenn mir danach ist.
Und so lebten wir den Frieden, auf unserem LICHTvollen Planeten.
Eines Tages schaute ich gen Himmel, schwarze, dreieckige Ufos flogen über uns, nein, das war nicht normal. Der Insel fuhr ein Moment der Stille ein, und alle spürten es zugleich – das Leben war ins Ungleichgewicht geraten. Es wurde eine Versammlung einberufen, in dem alle freien Wesen beiwohnen durften, die sich danach fühlten. Im Rat der Weisen wurde der Auftrag klar, ein kosmischer Krieg, der intergalaktischen Sphäre, der schon lange war, nahm rasant seine Geschwindigkeit an, nein, so hatte das Reingöttliche die Schöpfung nicht gedacht.
Ein wichtiger Ankerpunkt – die Erde – war der Dunkelheit verfallen. Und so wurden Gesandte ausgerufen, unterstützend zu dienen, um dort zu inkarnieren, und den Planeten ins Gleichgewicht zu führen, hierzulande bekannt als Seelen.
Es war kein Leichtes, mit diesem Gedanken zu spielen, den Frieden aufzugeben und in die Welt des UnLICHTen anzutauchen. Würden wir uns erinnern? Würden wir uns finden? Welche Narbenspuren würde es auf unserer Seele hinterlassen?
Doch ich spürte das Rufen und die Notwendigkeit. Auch wenn sie bedeutete, alles hierfür loszulassen, selbst meinen geliebten Gefährten.
So wählte ich zu dienen, hätte auch als Engel von oben aus der geistigen Welt helfen können, doch man sandte mich nach hier unten – und Gott weiss, dieser Planet scheint beinahe verloren.
Die erlebten Seelenwunden klaffen tief, die vielmals erdrückende Schwere der Materie, die das Ausleben allein schon begrenzt, und überall unLICHTes Lauern, das meinen Auftrag verhindern will. Das Erwachen dauerte, und das Heilen abermals lang. Manchmal glaubte ich, diese Welt ist da um zu traumatisieren. Doch so war sie nie gedacht.
Drum öffne nun auch du deine Augen und winde dich vor zu deinem LICHTkerngarten, finde es in dir, und helfe, so dunkel es auch ist, diese Welt ins Gleichgewicht zu tragen. Öffne deine Herzenstore, die so viel größer sind als du erahnst, erfreie deinen Atem der Dornenranken und lasse das Feuer in dir erwachen.
Gaia, meine engste Verbündete, was bist du für ein starkes Wesen, was du alles erduldest.
Und weiterhin all deine Liebe schenkst. Du bist wahrlich ein Vorbild uns allen. Da kann ich verstehen, dass du deine Erden rutschen und Winde wüten lässt, deine Wellen sich bäumen und deine Vulkane brodeln. Du gibst uns das Leben. Und du kannst es uns im nächsten Moment nehmen. So es wir nicht schaffen, hier den Ausgleich zu bewirken, deine Sintflut wird kommen, dich reinwaschen, allem UnLICHTen und Parasitären, und wir von Neuem beginnen. Mit 50% LICHT, und 50% Schatten. Möge es so bleiben dann, sodass das Leben wieder seinem wahren Zweck nachgehen kann.
Doch noch steht dies nicht an, Noch besteht Hoffnung, dies erkennend zu bewirken, drum ist es wichtig, das LICHT zu sein, zu verkörpern und es zu schenken. Jeder Blume, jedem Kind, jedem Leben und der Erde. Die Herzkraft mehren im
Zusammenspiel. Denn du bist ein Wesen Gottes, das sich erfahren darf in all seiner Wonne, jedoch nicht den Fokus verlieren sollte, weswegen du gekommen. Drum löse deine karmischen verstrickungen, erkenne dich und leb dich aus, erinner dich. Du bist es schon.
Schmeiss alle fremden Meinungen über dich hinaus. Und sei es. Du geliebtes Wesen Gottes.
Und so weiss ich nicht, wie oft ich hier noch inkarnieren darf, bis dies kosmische Ziel erreicht, denn ob die Menschheit sich erkennt, ist ungewiss. Und so wandle ich, von Leben zu Leben, um mein LICHT hier reinzugeben, mit Gott und ein paar Verbündeten.
Ja, vermissen tu ich meine Heimat, an jedem einzelnen Tag. Manchmal geh ich sie besuchen, und sie salben mich in ihren heiligen Wassern, um mich stärkend aufzuladen, um in einen neuen Erdentag zu starten, dem Leben tapfer entgegenblickend. Denn auch mein Leben ist gedacht der Freude und des Friedens, so hab auch ich meine karmischen Hausaufgaben gemacht, den Vorfahren ehrend reinigend gelegt auf den Altar, um allein diesen Körper zu befreien, um zum Gefäß zu werden, um im Kanal zu stehen unter allem für alles was das Reingöttliche durchgeben mag. Meine Rüstung schmiegend angelegt, und Räume begrüßend, die rar, aber manchmal zutage treten, an den ich sie ablegen und in Arme fallen liebenden Kleides tragend schweben kann, in meiner vollen Reinheit, erinnernd an meine Einheit, an die, die ich einst einmal war und immer noch bin.
